COVID-19 Apps

Corona-Apps im Überblick – Digitale Informations- und Hilfsangebote

Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an Apps, die der Eindämmung von COVID-19 dienen, allen voran die Corona-Warn-App. Doch welche Apps machen eigentlich was? Ein Überblick, welche Apps welche Zwecke erfüllen und wie man sie nutzt. Die folgenden Apps helfen dabei, die Corona-Pandemie einzudämmen. Entweder durch praktische Empfehlungshilfen für alle Bürgerinnen und Bürger oder durch die Gewinnung von wichtigen Erkenntnissen für die Forschung.

Corona-Apps – das leisten Check-In-, Tracing- und Impfnachweis-Apps (#heiseshow)

Stand: 10.06.2021

Corona-Warn-App

Wer: Bundesregierung, Robert Koch-Institut (RKI)

Was: Die Corona-Warn-App informiert darüber, ob Sie in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Sie rasch reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiter zu verbreiten. Außerdem bietet die Corona-Warn-App die Möglichkeit, Impfzertifikate zu hinterlegen, sodass die Anwendung auch als digitaler Impfnachweis genutzt werden kann. Dazu müssen Sie lediglich den QR-Code einscannen, den Sie auf dem ausgedruckten Impfzertifikat, das sie bei der Impfung erhalten, finden. Haben Sie bereits den vollen Impfschutz erhalten, bekommen Sie das Zertifikat per Post bzw. können es sich in einer Apotheke in Ihrer Nähe ausstellen lassen. Die App liest die Informationen aus dem QR-Code und speichert diese dann ausschließlich auf Ihrem Smartphone ab. Die App bietet außerdem weitere Angebote wie das Kontakttagebuch an, mit dem Sie Ihre persönlichen Kontakte dokumentieren können und weist Sie auf wichtige Verhaltensregeln hin. So leistet die Corona-Warn-App einen wichtigen Beitrag zur Nachverfolgung von Infektionsketten. Dabei ist sie anonym: Die Corona-Warn-App speichert zufällige Bluetooth-IDs für begrenzte Zeit, die allerdings keine Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort erlauben. Mehr dazu hier.

Wo: kostenlos im App Store und bei Google Play

luca

Wer: culture4life GmbH

Was: luca ist eine kommerzielle Mobile App zur Datenbereitstellung für eine Kontaktpersonennachverfolgung und für die Risikokontaktbenachrichtigung im Rahmen einer Pandemie. Sie wird auf Grund von Sicherheitslücken und Datenschutzmängeln von vielen Experten scharf kritisiert, unter anderem ist das Ausführen von Schadcode auf Rechnern des Gesundheitsamtes durch Code Injection möglich. Trotz diverser Mängel wurden die Lizenzen der App von mehreren Bundesländern eingekauft. Zur Verwendung von Luca muss sich der Anwender mit Namen, Kontaktdaten sowie einer zu verifizierenden Mobilfunknummer registrieren. Der weitere Einsatz basiert auf QR-Codes: Dabei generieren z. B. Veranstalter von Konzerten, Restaurantbetreiber oder Privatpersonen jeweils einen spezifischen QR-Code. Der Code wird beim Eintritt in ein Konzert oder Betreten eines Restaurants (hier statt der bisherigen handschriftlichen Version) durch den Besucher gescannt. Auch bei privaten Treffen können die Teilnehmer ihre QR-Codes austauschen. Dadurch wird jeweils ein „Fingerabdruck“ (Check-In) des Besuchs erstellt. Damit kann später der Kontakt nachvollzogen und entstandene Infektionsketten ermittelt werden. Die so gesammelten Daten werden verschlüsselt abgelegt. Ein Zugriff erfolgt nur im Infektionsfall und nur durch die Gesundheitsämter. Mehr dazu hier.

Wo: kostenlos im App Store und bei Google Play

CovPass-App

Wer: Robert Koch-Institut (RKI)

Was: Mit der CovPass-App können Sie Ihre Corona-Schutzimpfung dokumentieren und nachweisen. Sie kann – neben der Corona-Warn-App – als digitaler Impfnachweis genutzt werden. In der App können Geimpfte Informationen wie den Impfzeitpunkt oder den Impfstoff bequem auf Ihrem Smartphone hinterlegen. Alle Informationen des Impfzertifikats sind in einem QR-Code enthalten und können gescannt und in den QR-Code der in der App verwaltet wird, gespeichert werden. Wenn Sie Ihren Impfstatus nachweisen wollen, werden bei der Überprüfung des QR-Codes mit der offiziellen CovPassCheck-App dann folgende Informationen angezeigt: Impfstatus, Name, Vorname und Geburtsdatum. Weitere Informationen finden Sie hier und beim Robert Koch-Institut.

Wo: kostenlos im App Store, bei Google Play und in der HUAWEI AppGallery

SafeVac 2.0

Wer: Paul-Ehrlich-Institut

Was: Mit der vom Paul-Ehrlich-Institut entwickelten App kann die Verträglichkeit von COVID-19-Impfstoffen erhoben werden. Seit dem Start der Impfkampagne in Deutschland wird es immer wichtiger, die Verträglichkeit der zugelassenen Präparate zeitnah und auf einer möglichst breiten Datenbasis zu evaluieren. Mit der App SafeVac 2.0 können Geimpfte digital angeben, wie die Impfung vertragen wurde. Somit tragen die Nutzerinnen und Nutzer der App zum Erkenntnisgewinn über COVID-19-Impfstoffe bei. 

Mehr Informationen zur App finden Sie hier.

Wo: kostenlos im App Store und bei Google Play

Corona-Datenspende-App

Wer: Robert Koch-Institut (RKI)

Was: Die App sammelt Daten von Fitness-Trackern und Smartwatches, die Nutzerinnen und Nutzer freiwillig zur Verfügung stellen können. Mit den Daten, die das RKI empfängt, werden wichtige Erkenntnisse über die Ausbreitung des Coronavirus gewonnen und potenzielle Symptome erkannt. Die Daten sind so verschlüsselt, dass keine Person identifiziert werden kann und werden ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt. Weitere Informationen finden Sie hier

STIKO@rki-App

Wer: Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI)

Was: Die Empfehlungen der STIKO gibt es auch zum Nachlesen in der STIKO@rki-App. Dort finden Sie auch viele weitere wichtige Informationen rund um das Thema Impfen sowie Erklärfilme und FAQs. Die App wurde für das Fachpersonal im Gesundheitswesen und die impfende Ärztinnen- und Ärzteschaft entwickelt, um sie bei Fragen zum Impfen im Praxisalltag zu unterstützen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden dort ebenfalls viele Antworten auf ihre Fragen und aktuelle Hinweise zu COVID-19. 

Wo: kostenlos im App Store, bei Google Play, für Windows 10 und als Web-Version

CovApp

Wer: Charité, Data4Life

Was: Die CovApp ist eine Software, mit der Sie innerhalb weniger Minuten einen Fragenkatalog beantworten und daraus spezifische Handlungsempfehlungen, Ansprechpartnerinnnen und -partner oder Kontakte erhalten. Der Fragebogen ist anonym und wird nur auf Ihrem Endgerät bearbeitet und gespeichert.

Wo: https://covapp.zusammengegencorona.de

aidminutes.impfen

Wer: Bundesministerium für Gesundheit, Robert Koch-Institut (RKI), Universitätsmedizin Göttingen

Was: Mit aidminutes.impfen können Impfzentren und impfende Ärztinnen und Ärzte nicht-deutschsprachige Patientinnen und Patienten über die Corona-Schutzimpfung aufklären. Aidminutes.impfen ist eine Erweiterung der App aidminutes.rescue (COVID-19), die anfangs vor allem Rettungskräften als mehrsprachige Kommunikationshilfe dienen sollte. Mit aidminutes.impfen stehen Nutzerinnen und Nutzern Antworten auf symptom- und situationsbedingte Fragen in über 40 Sprachen und Dialekten zur Verfügung, inklusive audio-visueller Inhalte. Die App ist medizin- und datenschutzrechtlich geprüft und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wo: kostenlos im App Store, bei Google Play und in der HUAWEI AppGallery

Warn-App NINA

Wer: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Was: Die aktuelle Version der „Notfall-Informations- und Nachrichten-App" (NINA) des BBK bietet neben Warnmeldungen über aktuelle Gefahrenlagen einen Informationsbereich zur Corona-Pandemie. Er umfasst Basisinformationen und aktuelle Nachrichten. NINA erhebt keine personenbezogenen Daten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wo: kostenlos im App Store und bei Google Play

 

Ein Tipp: Die oben genannten Apps sind seriös und verlässlich. Bitte achten Sie darauf, keine Fake-Apps herunterzuladen, die Sie heimlich ausspionieren und Ihre Daten missbrauchen können. Mehr Informationen zu Falschmeldungen und Betrugsmaschen finden Sie im Artikel Betrüger und Fake-News: Bleiben Sie wachsam

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